Hier finden Sie folgende Artikel:

Das Programm 2016/17

Programmüberblick

16 Jahre TQT und 10 Jahre TQT e.V. Ein Blick zurück

Die nächste Matinee



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Das Programm 2016/17 läuft an.

Wir können wieder - wie gewohnt - ein Halbjahresprogramm anbieten. Es beginnt im September 2016 und endet im Februar 2017. In Planung ist noch eine Matinee im März 2017.

Und das sind die Themen im sechzehnten Jahr des TQT und im zehnten Jahr des TQT-Vereins

Die Matineen im Oktober und November 2016 greifen Gedanken zum Lutherjahr auf.

Im September 2016 und im Januar 2017 geht es um politische Themen: Friedensbemühungen in Palästina und Gedanken zum Wahlausgang in den USA.

Die Themen im Dezember 2016 und Februar 2017 schauen auf das Einwanderungsland Deutschland und darüber hinaus: Integration (im Februar) und (In-)Toleranz monotheistischer Religionen.

Wir vom TQT freuen uns, wieder ein aktuelles Programm anbieten zu können und über Ihren Besuch.




Wie in den vergangenen Jahren erhalten Sie - falls Sie sich für den TQT-Service entschieden haben - etwa eine Woche vor jeder Veranstaltung eine E-Mail mit der Ankündigung und einer Kurzinformation.



Programm 2016/17 im Überblick

Datum; Zeit: jeweils 11 Uhr Referentin / Referent Titel
18. September 2016 Daoud Nassar, Bethlehem Wir weigern uns, Feinde zu sein. - Ein Friedensprojekt in Palästina
30. Oktober 2016 Siegfried Eckert, Bonn Reformation statt Reförmchen. - Steht die evangelische Kirche vor dem Burnout?
20. November 2016 Prof. Dr. Heinz-Günther Schöttler, Regensburg Katholisch oder evangelisch: Was soll's? - 500 Jahre Trennungsgeschichte bereichern!
11. Dezember 2016 Dr. Herbert Lindenlauf, Trier Zwischen Gottesstaat und Glaubensfreiheit. - Wie (in-)tolerant sind monotheistische Religionen?
15. Januar 2017 Klaus Prömpers, Wien Amerika hat gewählt. - Was nun Europa?
12. Februar 2017 Prof. Dr. Annette Treibel, Karlsruhe Integration ins Einwanderungsland Deutschland - ein Projekt für alle


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Ein Blick zurück

16 Jahre TQT und 10 Jahre TQT e.V.

Am 20. März 2016 endete das TQT- Halbjahresprogramm 2015/16. Nun beginnt im September das neue Halbjahresprogramm 2016/17.
Der Abschluss eines Programms gib Anlass zurück zu schauen:

Im Jahr 2000 hatte der Religionslehrer und Priester Hermann Münzel die Idee, eine "Arbeitsgemeinschaft Theologisches Quartett" zu gründen. Dazu schrieb er am 17.07.2000 insgesamt 18 Menschen an mit der Bitte, in dieser Arbeitsgemeinschaft mitzuwirken. Vier der sechs heutigen Vorstandsmitglieder sind seit der ersten Stunde dabei.

Im Jahr 2000 fand die erste Matinee mit dem französischen Bischof von Partenia,
Jacques Gaillot nach dem Muster eines Quartetts statt: Nach dem Vortrag diskutieren zunächst die Referentin/der Referent und drei weitere "Fachleute" an einem Podium über das Thema. Anschließend werden die Zuhörerinnen und Zuhörer einbezogen.

Als im Jahr 2006 der Gründer Hermann Münzel starb, führten die Freunde das TQT weiter und gründeten den Verein "Theologisches Quartett Trier e.V.", der nun schon seit 10 Jahren gut besuchte Matineen anbietet.

Wegen der starken Beteiligung der Zuhörerinnen und Zuhörer an den Diskussionen wurde auf die vorangestellte Podiumsdiskussion verzichtet.

Das TQT besteht seit seiner Gründung nun 16 Jahre und als Verein schon 10 Jahre. In dieser Zeit wurden jedes Jahr sechs oder sieben Matineen organisiert, insgesamt fast 90 Matineen. Das Archiv weist alle Matineen seit 23. 09. 2001 nach, und seit November 2006 werden im Archiv auch die Vortragskurzfassungen aufbewahrt.



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Am 18.September 2016, 11 Uhr

im Palais Walderdorff

Daoud Nassar, Bethlehem:
Wir weigern uns, Feinde zu sein
Ein Friedensprojekt in Palästina

Daoud Nassar ist Palästinenser und lebt in Bethlehem. Er leitet das Friedensprojekt Tent of Nations (Zelt der Völker). 1916 kaufte sein Großvater das Gelände, auf dem die christliche Familie seitdem Landwirtschaft betreibt.

Heute ist es der einzige nicht von israelischen Siedlern besetzte Hügel zwischen Bethlehem und Hebron. Dort setzt die Familie ihr Friedensprojekt um. Viele Freiwillige ermöglichen Seminare, Camps und Kinderfreizeiten. Die ständige Anwesenheit von Ausländern ist ein wichtiger Schutz für diese Arbeit. Tent of Nations gehört zu den zahlreichen kleinen Initiativen, die Gewaltfreiheit leben. Das ist nicht leicht in einer Umgebung von Sabotage, behördlicher Schikane und offenem Hass. Militante aus den israelischen Siedlungen und den palästinensischen Dörfern möchten solche Friedensarbeit verhindern. Die hundertjährige Kaufurkunde hat der Familie Nassar vor israelischen Gerichten geholfen, wenn z. B. israelische Bulldozer 1500 Weinstöcke und Obstbäume niedergewalzt haben. Die europäischen „Juden für Gerechtigkeit in Palästina“ kauften daraufhin Setzlinge und pflanzten sie ein.

„Wir weigern uns, Feinde zu sein“ - so steht es auf dem großen Stein vor der Farm. Daoud Nassar wird berichten, wie seine Familie in dieser Haltung lebt - mit Erfolgen und Rückschlägen.